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Der
Autor
Der Gedanke, Shakespeares Lustspiel von den „Merry wives of
Windsor“ aus dem Jahre 1602 auf die Opernbühne zu verpflanzen, beherrschte
fast das ganze 19. Jahrhundert. Verdi packte in seinem „Falstaff“, 1893
uraufgeführt, das Stück in seinem komödiantisch-gesellschaftskritischen Kern.
Bei Nicolai wurde 1849 aus der Zentralgestalt der Shakespeare-Satire eine pralle
Buffo-Figur, ein gutmütiger Weinschlauch auf Liebespfaden. Dadurch verlor
Shakespeares Held zwar etwas von seiner tragischen Wirkung, doch wird das Manko
musikalisch ausgeglichen: Die Partitur verbindet deutsche Romantik mit dem Geist
der italienischen Oper des Bellini-Kreises - ganz nach Nicolais selbstgestellter
Regel: „Deutsche Musik muss da sein, das ist das erste, aber italienische
Leichtigkeit muss dazukommen“. Dieses Diktum ist übrigens fast ein
„Selbstportrait“ des Künstlers: Otto Carl Ehrenfried Nicolai war Deutscher
italienischer Abstammung.
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