Hans Werner Henze

Der Komponist und Regisseur Hans Werner Henze wurde am 1. Juli 1926 in Gütersloh geboren. Von 1946 bis 1948 studierte er Kirchenmusik bei Wolfgang Fortner in Heidelberg. Zur gleichen Zeit besuchte er die Darmstädter Ferienkurse, nahm Unterricht bei Rene Leibowitz und lernte Darius Milhaud kennen. Von 1948 bis 1949 leitete Henze die Bühnenmusik am Theater in Konstanz und von 1950 bis 1953 die Ballettmusik in Wiesbaden. Er unterrichtete später unter anderem am Salzburger Mozarteum und an der Kölner Musikhochschule. Von 1969 bis 1970 war er Gast des Nationalrats für Kultur in Kuba und leitete von 1976 bis 1980 das von ihm im toskanischen Montepulciano gegründete Festival 'Cantiere internazionale d'arte'. Seine Kulturarbeit setzte er später in Österreich und Deutschland fort, wo er unter anderem 1988 die Münchner Biennale für neues Musiktheater ins Leben rief. Auch trat er mehrfach als Dirigent, Regisseur und Ausstatter eigener Werke hervor. In seinem kompositorischen Schaffen widmet sich Henze vor allem Opern und Balletten, schrieb aber auch Sinfonien, Streichquartette, Solokonzerte, Kantaten sowie ein Oratorium. Mit 'Boulevard Solitude' feierte Henze 1952 seinen ersten Opernerfolg. Für seine Radiooper 'Ein Landarzt' erhielt er 1953 den 'Prix Italia'. Es folgten weitere Opern - darunter 'König Hirsch' (1953), 'Der Prinz von Homburg (1960), 'Elegie für junge Liebende' (1961), 'Der junge Lord' und 'Die Bassariden' (1966), 'We Come to the River' (1976), 'Don Chisciotte della Mancia' (1976), 'Pollicino' (1980), 'Die englische Katze' (1983) und 'Das verratene Meer' (1990) - Werke, die Henze zum herausragenden Vertreter der zeitgenössischen Musik machten. 1997 wurde in München Henzes 'Venus und Adonis' uraufgeführt.

 

 

 

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