|
|
Davies, Sir
Peter Maxwell (*1934)
englischer Komponist und Dirigent. Geboren in Manchester, lebt Davies seit den siebziger Jahren auf den Orkney Islands. In den späten fünfziger und frühen sechziger Jahren erhielt er erste öffentliche Anerkennung mit Werken, die sowohl von Alter Musik als auch von klassischer indischer Musik bis hin zu den Komponisten der Zweiten Wiener Schule (vor allem Strawinsky) beeinflusst sind. Nach Studien bei Petrassi in Rom gründete Davies, zusammen mit dem Komponisten Harrison Birtwistle, die Pierrot Players (später The Fires of London). Mit diesem Ensemble setzte er sich für die Aufführung zeitgenössischer Musik ein. Für sie komponierte er mehrere Werke für Musiktheater, darunter Eight Songs for a Mad King (1969) und Vesalii Icones (1969). Seine Musik war in dieser Zeit von extremer Emotion und Intensität geprägt und bediente sich (oft mit Ironie) populärer Musik und des Jazz. |
| Davies’ Werke befassen sich häufig mit düsteren, apokalyptischen Themen, z. B. die Kammeroper The Lighthouse (1980, Der Leuchtturm) und die Oper Resurrection (1987, Auferstehung). Seine Kompositionen zeigen eine enge Verbindung zur englischen Tradition mit Elementen avantgardistischer Musik. Er bezieht die Inspiration für seine Musik auch aus der unmittelbaren Gegenwart, aus dem Leben auf den Orkney Inseln. So hat er einige Texte des Orkadischen Dichters George Mackay Brown in seiner Arbeit verwendet, z. B. in Black Pentecost (1979), ein groß angelegtes Werk für Gesang und Orchester, sowie Sea Runes (1986) und A Hoy Calendar (1994). Zu seinen wichtigsten Werken zählen außerdem zwei Sinfonien, die Oper Taverner, die Kammeroper The martyrdom of Saint Magnus und Image, reflection, shadow für Kammerensemble und Cimbalon. | |